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Das Denkmal: Geschichte und Gegenwart der Burg Dudeldorf
Die heutige Burg Dudeldorf erscheint als eine zweiflügelige Herrenhausanlage aus dem 18.Jahrhundert mit einem etwas älteren schweren dreigeschossigen Turm auf der Südwestecke. Vermutlich handelt es sich bei diesem um einen Wohnturm nach französichem Vorbild. Dieser ist der einzige Überrest von ursprünglich zwei Burganlagen, die es in Dudeldorf gegeben haben muß.Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung ist der Ursprung der Burg Dudeldorf jedoch nicht mehr klar nachzuvollziehen. Das Geschlecht derer von Dudeldorf, das die zwei Burgen in Dudeldorf besaß, starb Mitte des 14.Jahrhunderts aus. Im Jahr 1582 fiel ein Teil der Herrschaft Dudeldorf durch Erbschaft an Gottfried Braun von Schmidtburg. Die andere Burg wurde 1766 zum letzten Mal erwähnt. Sie diente der Herrschaft nur noch als Schlafstall und war damals schon verfallen. 1734/35 ließ Heinrich Braun von Schmidtburg die Burg, damals "Nassauisches Haus" genannt, grundlegend umbauen. Von der alten Burg blieben lediglich der Turm und Teile der Burgmauer erhalten. An den in der Südwestecke stehenden Turm wurde eine fünfachsiger, dreigeschossiger Flügel in Nordrichtung und ein dreigeschossiger dreiachsiger Flügel in Ostrichtung angebaut. Balthasar Seeberger, ein aus Tirol stammender Handwerker, der noch ein weiteres Haus in Dudeldorf erbaut hat, soll den Neubau der Burg geleitet haben. Franz Josef von Schmidtburg verkaufte 1813 die wiederaufgebaute, damals "Schloß" genannte, Burg, an Donat Arnold München. Dieser überließ einen Teil des Schlosses der Gemeinde und verkaufte den anderen Schloßflügel an den Landwirt Clemens aus Gondorf. Mitte des 19.Jahrhunderts wurde der Südflügel zur Lehrerwohnung und Schule umgebaut. Nach dem 1954 erfolgten Neubau der Schule in Dudeldorf verlor die Burg ihre Funktion. Der Südflügel wurde an eine Privatperson verkauft und konnte erst im Herbst 1984 von der Gemeinde zurückerworben werden.. Dieser Flügel einschließlich des Turmes ist seitdem ungenutzt. Der andere Teil der Burg blieb durchgehend in privater Hand.Seit Frühjahr 2001 befindet er sich im Besitz der Familien Wilhelmy/Eis und Beckers/Schneider.
Das Dorf : Dudeldorf
Dudeldorf liegt an der östlichen Grenze des Landkreises Bitburg-Prüm, in einer Talsenke ungefähr acht Kilometer von Bitburg entfernt und gehört mit ca. 1300 Einwohnern zu den größten Dörfern des Kreises. Dudeldorf ist einer der geschichtlich interessantesten Orte der Südeifel. Es entwickelte sich im frühen Mittelalter südlich der noch heute das Ortsbild beherrschenden Burg. Der eigentlich Dorfkern ist von einer nicht mehr vollständig vorhandenen Stadtmauer umgeben und wird schon von weitem von der etwas höher gelegenen Burg und der Kirche dominiert. Die Geschichte von Dudeldorf ist sehr wechselhaft, das Dorf stand im Laufe der Zeit sowohl unter luxemburgischer, österreichischer und französischer Herrschaft. Dudeldorf erhielt bereits 1345 die Stadtrechte, da König Johann der Blinde aus dem Haus Luxemburg seine Grafschaft mit einer Reihe von Burgen und Befestigungen sicherte. Heute erscheint Dudeldorf als anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde im Feriengebiet "Bitburger Land" und liegt an der "Europäischen Straße der ländlichen Kultur". Die traditionsreiche Vergangenheit und die lange Geschichte ist noch überall im Dorfkern ablesbar. So verfügt Dudeldorf über ein malerisches Dorfbild mit Kirche, Burg und Stadttoren, so daß in manchen Reiseführern scherzhaft von dem "Dinkelsbühl der Eifel" gesprochen wird. Sehenswert sind die Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung mit zwei erhaltenen Tortümen (Ober- und Untertor), der historische Ortskern und natürlich die Burg.
Die Gegend:
Eifel
Gelegen zwischen Köln, Aachen und Trier, angrenzend an Belgien und Luxemburg, ausgezeichnet durch eine landschaftlich sehr reizvolle und einmalig schöne Natur, gehört die Eifel zu den sehr früh zivilisatorisch erschlossenen Gebieten Deutschlands. Ursprünglich stellte die Eifel eine Art Schmelztiegel zwischen den verschiedenen Gegenden dar: hier vereinigten sich mittelrheinische und lothringische, flandrische und niederländische und niederrheinische und westfälische Einflüsse. Heute ist die Eifel aufgeteilt zwischen den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und setzt sich aus den Gebieten Nordeife, Vulkaneifel, Ahrtal, Osteifel, Südeifel und Ostbelgien zusammen, wobei die Südeifel, in der Dudeldorf gelegen ist, dem Land Rheinland-Pfalz zuzurechnen ist. Man findet eine Gegend vor, die sich durch das langsame Sterben der Landwirtschaft in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet. Dementsprechend wird im Ausbau des touristischen Angebotes die Chance für die Zukunft der Eifel gesehen.
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