Open-Air-Kino auf Burg Dudeldorf wird fortgesetzt

Wiesenkino

Nachdem  im letzten Jahr das Open-Air-Kino auf der Burg Dudeldorf erfolgreich gestartet ist, geht es in diesem Jahr weiter mit Genussfilmen, italienischen Filmen, Gartenfilmen und opulenten Filmen, natürlich auf Großleinwand!

8.Juli
Brot und Tulpen  (Soldini, Italien, 1999)  
eine herrliche Romanze!

9.Juli
Der Kontrakt des Zeichners  (Greenaway; GB 1982),
ironisch-satirischer Historienfilm

10.Juli
Rivers and Tides  (Riedelsheimer, Deutschland 2000)
preisgekrönter Film über den berühmten Land-art Künstler Andy Goldsworthy,
ein Film von fließender Geschmeidigkeit und kristalliner Schönheit

23.Juli
Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber  (Greenaway, GB 1989)
Ein kulinarisches Vorspiel!

24.Juli
Grasgeflüster (Cole, GB, 2000)
Eine wunderbar britische Komödie!

19.August
Der Bienenzüchter (Angelopoulos, Griechenland 1986)
Marcello Mastroianni in einer Glanzrolle!

20.August
Lampedusa  (Italien, 2003)
eine magische Geschichte

21.August
La Dolce Vita (Fellini, Italien 1959):
meisterhaftes Filmepos über die römische High-Society der 50er Jahre

 

Einlass jeweils ab 20:30 Uhr, Filmbeginn gegen 22:00 Uhr, im August 21:30 Uhr
Eintritt 7 Euro, erm.5 Euro

Die Vorstellungen finden bei schlechtem Wetter in der Burgscheune statt!



....und hier gibt es noch mal nähere Informationen zu den ersten drei Filmen:

8.Juli  
BROT & TULPEN (Italien, 2000)
eine herrliche Romanze-  

Was passiert, wenn eine Frau an einer Raststätte den Bus mit ihrer Familie und der ganzen Reisegesellschaft verpasst? Wenn sie so ist wie Rosalba (Licia Maglietta), wenn sie beispielsweise schon immer nach Venedig wollte, ändert sie einfach ihre Reiseroute. Und erlebt märchenhafte Tage: mit einem schüchternen Schöngeist (Bruno Ganz), der eigentlich Kellner ist, einer wunderbaren neuen Freundin, die bei ihren Massagen alle Griffe beherrscht, mit einem Detektiv, der hinter ihr her ist, aber ganz woanders landet ...

Mit dieser liebenswürdigen Romanze ist Regisseur S. Soldini ein großer Wurf in bester italienischer Tradition gelungen. Eine charmante Komödie – und eine Hauptdarstellerin – die man unbedingt gesehen haben muss. Licia Maglietta zaubert italienisches Flair auf die Leinwand, was diesen Film ganz besonders im Sommer erlebenswert macht. Der deutsche Schauspieler Bruno Ganz macht mit seinem trockenen Humor den Film doppelt gut.

Neunmal wurde dieser Komödie der David di Donatello verliehend, die nur dem OSCAR vergleichbare Trophäe des italienischen Kinos.

Ein besonderer Sommer-Geheimtipp!

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9.Juli
Der Kontrakt des Zeichners (GB, 1982)

Ironisch-satirischer Historienfilm von Peter Greenaway über die Geschichte eines Künstlers im 17. Jahrhundert, der den Landsitz eines Adligen zeichnen soll.

Im Sommer des Jahres 1694 besucht der ehrgeizige Maler Neville den Landsitz der Herberts in Wiltshire. Mrs. Herbert erteilt ihm den Auftrag, vom Haus und seinen Gärten zwölf Zeichnungen anzufertigen. Als Preis bietet sie ihm großzügigste Gastfreundschaft und ihre intimste Aufmerksamkeit. Sehr bald gerät Mr. Neville in eine häusliche Intrige, die ihn nicht nur in den Verdacht des Ehebruchs, sonder in noch viel größere Schwierigkeiten bringt: Es scheint einen Mord gegeben zu haben ...

Der opulente Filmschmaus für Cinéasten war nach vielen experimentellen Filmen die erste durchgehende Kinogeschichte, die der renommierte Regisseur, Schriftsteller und Maler Peter Greenaway 1982 auf die Leinwand brachte. Der Film brachte ihm den endgültigen Durchbruch.

FSK: ab 12 Jahren, Prädikat: besonders wertvoll

greenaway

 

10.Juli  
RIVERS AND TIDES (Deutschland/GB 2000)

preisgekrönter Dokumentation über den “Land Art”-Künstler Andy Goldsworthy.
Regisseur Thomas Riedelsheimer hielt über 4 Jahre lang dessen vergängliche “Natur”-Kunst aus Blättern, Steinen, Eis und Sand mit der Kamera fest.

PRESSESTIMMEN:

“Über den schottischen Künstler Andy Goldsworthy sind bereits etliche Bildbände erschienen. Sein Material nimmt er ausschließlich aus der Natur. Der Filmemacher Thomas Riedelsheimer begleitete den Künstler vier Jahre lang, dokumentierte den  Schaffensprozess, wenn Goldsworthy Landschaften in Kanada, USA, Frankreich und Schottland umgestaltete. Bei seiner mit dem Kamerapreis ausgezeichneten Doku gelangen Riedelsheimer wunderschöne Bilder, deren Wirkung durch die Musik von Fred Frith noch verstärkt wird” (Blickpunkt: Film)

“Ein Film von fließender Geschmeidigkeit und kristalliner Schönheit.....“ (Schnitt Filmmagazin)

“Ein wirklich visueller Film, mit wirklichen Kinoqualitäten: Dass muss auf der großen Leinwand genossen werden, auch wegen der schönen Musik von Fred Frith!“
(Radio EINS)

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Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber
Regie:Peter Greenaway;
England/Frankreich/Niederlande 1989, 125 Minuten,
FSK: nicht unter 18.

Ein kulinarisches Vorspiel

Irgendwo auf der "großen Insel". Das Restaurant des Pariser Meisterkochs Richard wird vom dämonischen, abstoßend zynischen Gangster Albert und seinem kriminellen Gefolge belagert. Seine wunderschöne und sinnliche Frau Georgina ist der einzige Lichtpunkt an dessen reich gedeckter Tafel. Michael, ein unscheinbarer Buchhändler, speist ebenfalls im Restaurant "Le Hollandais". Zwischen den Beiden entfacht eine leidenschaftliche Liebe...

Peter Greenaway ist der "Paul Bocuse" der haute cuisine des europäischen Films.

Das Restaurant ist eine zeitlose Oase - ein Gasthaus der Zeitlosen. Am mannigfaltigen Interieur haftet eine Atmosphäre des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Küche - ein Vorhof zur Hölle - erinnert stark an einen mittelalterlichen Jahrmarkt mit seinen bizarren Attraktionen.
Dieser Eintopf mundet dem cineastischen Gourmet auf vorzüglichste Art.
- Bon appetit! -

Der cholerisch-skrupellose Dieb Albert Spica versucht, durch seine abendlichen Diners in einem exklusiven Restaurant sein soziales Ansehen aufzupolieren. Er schwelgt jeden Abend in opulenten Freßgelagen, stellt schamlos seinen gestohlenen Wohlstand zur Schau und amüsiert sich auf Kosten anderer und setzt der Romanze seiner Frau mit einem Buchhändler ein grausames Ende. Der Liebhaber wird kurzerhand kaltblütig ermordet. Die Schockierte plant mit Hilfe des Koches einen Rachezug...

Das Greenaway-Meisterwerk erzählt in grellen Bildern, Farben und Dekors von einer herb-erotischen Liebesgeschichte und von der Herrsch- und Freßsucht eines perversen Verbrechers.

Auszeichnungen:
Internationales Fimfestivel Katalanien 1989, Sitges (Michel Gambon als Bester Darsteller, Sacha Vierniy für die Beste Kamera, Peter Greenaway als Bester Regisseur und Michael Nyman für die Beste Filmmusik).

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Grasgeflüster
Wunderbar britische Komödie

Komödie, Großbritannien 2000, Regie: Nigel Cole

Über verbotenen Pflänzchen und ihre Nebenwirkungen- wer sagt, das Geld nicht auf Bäumen wächst?

Die verwitwete Brenda Bethynn rettet sich mit Cannabis-Anbau im großen Stil aus ihren Geldnöten.
Nach dem Tod ihres untreuen Gatten fällt Grace aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihr Mann nur einen Riesenberg Schulden hinterlassen hat. Jetzt drohen ihr die Gläubiger, ihr Haus und geliebten Garten zu nehmen. Als schon die komplette Einrichtung des herrschaftlichen Hauses ausgeräumt ist, hilft Grace ihrem Gärtner Matthew seine kümmerlichen Hanfpflänzchen aufzupäppeln. Dabei verfällt sie einer kuriosen Idee: Man könnte doch das Marihuana im großen Rahmen anpflanzen und verkaufen...

Produzent und Autor Mark Crowdy siedelte diese spaßige Provinzposse in seiner Heimat Cornwall an.humorvolles Kino, das rundum zufriedenstellt. Hier stimmt alles: Story, Komik und vor allem die Schauspieler - allen voran Brenda Blethyn ("Little Voice") als Drogendealerin wider Willen.

"Grasgeflüster" ist endlich wieder ein richtig schöner Film mit dem so berühmten englischen Humor. Der Film hat alles, was eine Komödie ausmacht.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Gärtnerund informieren Sie die Damen des örtlichen Frauenkomitees......

gras

 

19.August 2004
DER BIENENZÜCHTER
Melodram von Theo Angelopoulos, Griechenland 1986

Marcello Mastroianni in einer Glanzrolle!

Der alternde Bienenzüchter Sypros verlässt nach der Hochzeit seiner Tochter seinen Heimatort und zieht mit einem Lastwagen voller Bienenstöcke gen Süden. Er tritt seine letzte Reise an - getrieben von der Sehnsucht nach dem Tod. Auf seiner Reise trifft er auf eine junge Anhlterin. Ziwschen beiden entseht eine seltsame Beziehung....

Altmeister Theo Angeloupoulos, Greichenlands bedeutendster Filmemacher, inszenierte ein sehr melancholisches Drama über die Einsamkeit, das Marcello Mastroianni in einer Glanzrolle als Hausptakteur präsentiert. Das Motiv Liebe uind Tod durchzieht dieses poetische Meisterwerk.

Ein bewegender, philosophisch gehaltvoller Film, dessen leise Melancholie sich in der kargen Erzählweise und im prägnanten Spiel des hervorragenden Marcello Matroianni spiegelt.

Ein Film schliesslich über die Lautlosogkeit der Geschichte und über die Liebe.

p15a

 

20.August 2004
LAMPEDUSA
Eine magische Geschichte von EMANUELECRIALESE
Italien/Frankreich 2002

Ein wunderschönes Frauenporträt!

Sie heißt Grazia und ist wie das Meer: abgründig, voller Höhen und Tiefen, einmal sanft, ein Wärmestrom der Zärtlichkeit, dann wieder aggressiv, stürmisch wild. In jedem Fall zu unberechenbar, zu kompliziert für die Bewohner von Lampedusa, einer Insel im Süden Siziliens. Die Männer fahren zur See, die Frauen arbeiten in der Fischfabrik. Droben auf den Klippen erproben sich die Jungen in Revierkämpfen oder bei der Vogeljagd. Und abends geht es dann, fein geschniegelt und gebügelt, in die Via Roma zum Flanieren, zum alten Spiel zwischen ragazzi und ragazze. Eigentlich wäre alles in Ordnung... ...wäre da nicht diese Grazia, Mutter eines pubertierenden Mädchens und von zwei aufmüpfigen Buben. Der Dorfgemeinschaft sind die sinnliche Unbefangenheit der jungen Frau und ihre wechselhaften Launen ein ständiger, irritierender Dorn im Auge.

Lampedusa, angesiedelt auf der Insel gleichen Namens, dem südlichsten Punkt Europas, ist dramatisches italienisches Kino, erzählt mit der Vitalität und der Leichtigkeit eines Märchens. Feinfühlig, verführerisch sinnlich, aber auch in unbeschönigender Härte beschreibt Emanuele Crialese das Leben in einem Fischerdorf und die Seelenlandschaften einer Frau, die sich den Spielregeln dieser isolierten Gemeinschaft nicht fügen will.

"LAMPEDUSA ist ein einfacher Film, durchdrungen von der Sonne des Südens, geprägt von den Farben des Meeres und der staubig-felsigen Landschaft. (...) Ein dichter und rundum stimmiger Film, der den Zuschauer dank eines ebenso originellen wie poetischen glücklichen Endes beeindruckt und positiv gestimmt aus dem Kino entlässt." ( filmecho filmwoche)

Bester Film CANNES 2002 - Semaine de la Critique - Publikumspreis CANNES 2002

Großes italienisches Kino!

lampedusa

 

21.August 2004
La Dolce Vita - Das süße Leben
von Frederico Fellini, Italien 1960
mit Marcello Mastroianni, Anita Ekberg, Anouk Aimee u.v.a.

Meisterhaftes Filmepos über die römische High-Society der 50er Jahre

Der Klatschreporter Marcello verfolgt das "süße Leben" der vermeintlichen Prominenz mit neugierigen Blicken und lernt dabei das Leben in allen seinen Facetten kennen. Marcello beginnt seine Jagd nach den „süßen“ Geheimnissen der Prominenz auf der Via Veneto in Rom mit seinen exkusiven Nachtclubs und Cafes, in denen das nächtliche Leben pulsiert.

Er nimmt mit, was sich ihm durch seine Arbeit an Abenteuern mit Schauspielerinnen und Sternchen anbietet, so erlebt er u. a. die nächtlichen Eskapaden einer Hollywood-Blondine (unvergesslich Anita Ekberg) im Trevi-Brunnen. Doch die nächtlichen Ekstasen enden in morgendlicher Ernüchterung: Auf der Suche nach dem ewigen Glück entpuppt sich das von Marcello angestrebte Leben in Reichtum und Glamour als eine Welt des Scheins und der Vergänglichkeit

Mit "La Dolce Vita" (Das süße Leben) hat der Regisseur Frederico Fellini das Lebensgefühl der 50er-Jahre zum Ausdruck gebracht und damit zugleich den Mythos geschaffen, der bis heute unser Bild Italiens prägt.

Kuss


Weitere Informationen und Karten bei:
Teneka Beckers, Burg Dudeldorf,06565/933446
bzw. mail@burg-dudeldorf.de

 

Frische Luft gibt es wie immer gratis!